Hausordnung für Monteurzimmer erstellen
Regeln auswählen, Angaben eintragen, Aushang mitlesen, PDF herunterladen. Auf Deutsch und in elf weiteren Sprachen, je Sprache eine Seite. Ohne Konto, ohne E-Mail-Adresse, ohne Speicherung.
Die Unterkunft
Diese Nummer steht in jeder Sprache neben 112 und 110. Nehmen Sie die, unter der jemand nachts erreichbar ist.
Die Sprachen
Jede gewählte Sprache wird eine eigene Seite im PDF, zum Aushängen nebeneinander.
Die Regeln
Was Sie hier anhaken, steht auf jedem Blatt, in jeder Sprache, unter derselben Nummer.
Landesrecht und Gemeindesatzung setzen den Rahmen. Üblich sind 22 bis 6 Uhr.
Sinnvoll, wenn Gäste in Schichten arbeiten und tagsüber schlafen.
Nur sinnvoll, wenn die Gäste die Tonnen selbst herausstellen.
Der häufigste Streitpunkt und der teuerste: Schimmel.
Nennen Sie hier, was der Austausch der Schließanlage bei Ihnen kostet. Abgerechnet werden darf nur, was tatsächlich anfällt, und auch nur, wenn wirklich ausgetauscht wird (BGH, 05.03.2014, VIII ZR 205/13); ein geringerer Schaden muss nachweisbar bleiben (§ 309 Nr. 5 lit. b BGB). Beides sagt der Aushang in jeder Sprache. Leer lassen geht auch, dann steht dort nur die Bitte, einen Verlust sofort zu melden.
Der Aushang nennt keine eigenen Strafen. Was bei wiederholten Verstößen gilt, steht im Vertrag.
Hausordnung
DeutschMusterdaten, bitte ersetzen
Diese Hausordnung gilt für Muster-Monteurhaus Meier, Musterstraße 12, 12345 Musterstadt.
Ansprechpartner: Frau Meier, Telefon: 0170 1234567
- 1.Von 22:00 bis 06:00 Uhr ist Nachtruhe. Bitte halten Sie Gespräche, Fernseher und Musik in dieser Zeit leise.
- 2.Am Abreisetag verlassen Sie das Zimmer bitte bis 10:00 Uhr und geben den Schlüssel ab.
- 3.Im ganzen Haus wird nicht geraucht, auch nicht in den Zimmern und im Bad.
- 4.Küche, Bad und Ihr Zimmer reinigen Sie selbst. Putzmittel und Staubsauger stehen im Haus bereit.
- 5.Bitte trennen Sie den Müll: Restmüll, Papier, Verpackungen und Glas. Die Behälter sind beschriftet.
- 6.Schalten Sie Herd und Kaffeemaschine nach dem Kochen aus. Spülen Sie Ihr Geschirr gleich ab. Im Kühlschrank hat jeder sein eigenes Fach.
- 7.Lüften Sie nach dem Duschen und wischen Sie Wasser vom Boden auf. Bitte trocknen Sie keine Wäsche auf den Heizkörpern, sonst entsteht Schimmel.
- 8.Heizen Sie im Winter nicht unter 16 Grad. Lüften Sie zweimal am Tag für fünf Minuten bei weit geöffnetem Fenster. Ein gekipptes Fenster kühlt die Wand aus, ohne die Luft zu wechseln.
- 9.Besuch am Tag ist willkommen. Über Nacht bleiben darf nur, wer vorher mit uns abgesprochen ist.
- 10.Feiern und Partys sind in der Unterkunft nicht möglich. Ein Feierabendbier in Ruhe ist selbstverständlich in Ordnung.
- 11.Bitte gehen Sie sorgsam mit dem Schlüssel um und geben Sie ihn nicht weiter. Melden Sie einen Verlust sofort.
- 12.Tiere dürfen nicht mit in die Unterkunft.
- 13.Wenn etwas nicht klappt, sprechen Sie uns bitte an. Was bei wiederholten Verstößen gilt, steht in Ihrem Mietvertrag.
Im Notfall
Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
Polizei: 110
Schaden in der Unterkunft: Frau Meier, 0170 1234567
Vielen Dank, dass Sie Rücksicht auf die anderen Gäste nehmen.
Diese Hausordnung ist kein Vertrag. Die Pflichten stehen im Mietvertrag. Die deutsche Fassung ist maßgeblich.
House rules
EnglishThese house rules apply to Muster-Monteurhaus Meier, Musterstraße 12, 12345 Musterstadt.
Contact: Frau Meier, phone: 0170 1234567
- 1.Quiet hours are from 22:00 to 06:00. Please keep conversations, television and music quiet during this time.
- 2.On the day of departure, please leave the room by 10:00 and hand in the key.
- 3.There is no smoking anywhere in the house, including the bedrooms and the bathroom.
- 4.You clean the kitchen, the bathroom and your own room yourself. Cleaning products and a vacuum cleaner are available in the house.
- 5.Please separate your waste: general waste, paper, packaging and glass. The bins are labelled.
- 6.Switch off the cooker and the coffee machine after cooking. Wash your dishes straight away. Everyone has their own shelf in the fridge.
- 7.Air the bathroom after showering and wipe any water off the floor. Please do not dry laundry on the radiators, as this causes mould.
- 8.In winter, do not set the heating below 16 degrees. Air the rooms twice a day for five minutes with the window wide open. A window left ajar cools the wall without changing the air.
- 9.Visitors during the day are welcome. Staying overnight must be agreed with us beforehand.
- 10.Parties are not allowed in the accommodation. A quiet beer after work is of course fine.
- 11.Please look after your key and do not pass it on to anyone. Report a loss immediately.
- 12.Animals are not allowed in the accommodation.
- 13.If something is not working, please talk to us. What applies in the case of repeated breaches is set out in your tenancy agreement.
In an emergency
Fire brigade and ambulance: 112
Police: 110
Damage in the house: Frau Meier, 0170 1234567
Thank you for being considerate towards the other guests.
Diese Hausordnung ist kein Vertrag. Die Pflichten stehen im Mietvertrag. Die deutsche Fassung ist maßgeblich.
These house rules are not a contract. Your obligations are set out in the tenancy agreement. The German version is the binding one.
13 Regeln auf 3 Seiten, je Sprache eine. Noch nicht ausgefüllte Felder erscheinen mit Musterdaten. Das PDF entsteht beim Klick und wird nirgends gespeichert.
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Was eine Hausordnung darf und was nicht
Eine Hausordnung ist kein Vertrag. Sie ordnet das Zusammenleben im Haus, aber die Pflichten des Gastes entstehen aus dem Mietvertrag (§ 535 BGB). Verbindlich wird sie erst dadurch, dass Sie sie zum Bestandteil dieses Vertrags machen: als Anlage, auf die der Vertrag verweist, und die der Gast bei Einzug in die Hand bekommt. Ein Blatt, das nur an der Küchenwand hängt und in keinem Vertrag steht, ist eine Bitte. Oft reicht das völlig; im Streitfall trägt es nichts.
Daraus folgt die wichtigste Grenze: Sie können sich keine eigenen Strafen ausdenken. „Wer die Küche nicht putzt, zahlt 50 Euro“ ist eine Vertragsstrafe, und eine formularmäßig gestellte Vertragsstrafe, die den Gast unangemessen benachteiligt, ist nach § 307 BGB unwirksam. Sie steht dann sinnlos an der Wand und beschädigt nebenbei den Ton des ganzen Blattes. Der Generator schreibt deshalb keine Beträge als Sanktion. Die einzige Zahl, die er kennt, sind die Kosten für den Austausch der Schließanlage bei einem verlorenen Schlüssel, und das ist keine Strafe, sondern ein Schaden, den es tatsächlich gibt.
Was Ihnen stattdessen zur Verfügung steht, ist das Gesetz: Bei vertragswidrigem Gebrauch können Sie nach § 541 BGB auf Unterlassung klagen, und bei nachhaltiger Störung des Hausfriedens greift § 569 Abs. 2 BGB. Beides braucht keinen Satz auf dem Aushang, um zu gelten. Die letzte Regel des Generators sagt deshalb nur, dass bei wiederholten Verstößen der Mietvertrag gilt, und verweist damit an die Stelle, an der die Frage wirklich beantwortet wird.
Ruhezeiten dürfen Sie regeln, und Sie regeln damit fast immer etwas, das ohnehin gilt. Bundesweit greift § 117 OWiG gegen erheblich belästigenden Lärm; die konkreten Zeiten stehen im Landesrecht und in kommunalen Satzungen. Das Berliner Landes-Immissionsschutzgesetz etwa schützt die Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr. Weil das von Bundesland zu Bundesland und von Gemeinde zu Gemeinde verschieden ist, trägt der Generator hier nichts als verbindlich ein: 22 bis 6 Uhr ist die Voreinstellung, weil sie fast überall passt, und Sie ändern sie, wenn Ihre Gemeinde etwas anderes sagt. Eine Mittagsruhe ist in vielen Satzungen nicht mehr vorgesehen; in einem Haus voller Schichtarbeiter ist sie trotzdem sinnvoll, und als Bitte um Rücksicht ist sie unproblematisch.
Ein Rauchverbot in der Unterkunft ist zulässig, auch vollständig. Rauchen in der Wohnung gehört zwar grundsätzlich zum vertragsgemäßen Gebrauch, aber Sie dürfen es im Vertrag ausschließen, und in einem Haus mit gemeinsam genutzten Räumen ist das gut begründet. Beim Besuch ist Augenmaß nötig: Ein pauschales Besuchsverbot greift in die Lebensführung ein und ist deshalb angreifbar. Ein Übernachtungsbesuch ohne Absprache ist etwas anderes, denn er verändert die Belegung, und die haben Sie vereinbart. Genau diese Fassung steht im Generator: Besuch am Tag willkommen, Übernachtung nach Absprache.
Warum eine Hausordnung in mehreren Sprachen
Der praktische Grund ist der einfachste: Was niemand lesen kann, wird nicht befolgt. Ein Monteur aus Rumänien, der seit zwei Tagen im Haus ist, weiß nicht, dass die Wäsche nicht auf den Heizkörper gehört, wenn dieser Satz nur auf Deutsch an der Wand hängt. Er weiß es auch nicht, wenn ihn jemand einmal mündlich erwähnt hat, während er müde von der Baustelle kam.
Der zweite Grund ist der Ton. Eine Hausordnung in der eigenen Sprache liest sich wie eine Information, eine auf Deutsch wie eine Hürde. Wer den ersten Abend im Haus mit einem Blatt beginnt, das er versteht, kommt seltener in die Lage, in der eine Regel erst durch einen Konflikt bekannt wird. Die meisten Streitigkeiten in Monteurunterkünften entstehen nicht aus bösem Willen, sondern daraus, dass jemand eine Erwartung nicht kannte.
Der dritte Grund zählt, wenn es doch einmal ernst wird. Wenn Sie sich später auf eine Regel berufen, hilft es sehr, wenn die Übersetzung nachweislich dabei lag und der Gast den Erhalt quittiert hat. Der Einwand „das habe ich nicht verstanden“ trägt dann nicht mehr. Gerade deshalb ist wichtig, dass eine Fassung maßgeblich ist: Der Generator setzt dafür immer die deutsche, und jede Übersetzung sagt das auf ihrem eigenen Blatt.
Die zwölf Sprachen sind nicht beliebig gewählt. Deutsch und Englisch tragen die Verständigung, die zehn weiteren sind die Herkunftssprachen, die auf deutschen Baustellen am häufigsten vorkommen: Polnisch, Rumänisch, Bulgarisch, Ungarisch, Tschechisch, Slowakisch, Kroatisch, Türkisch, Ukrainisch und Russisch. Sie müssen nicht alle aushängen. Zwei oder drei, die zu Ihren Gästen passen, sind besser als zwölf Blätter, die niemand mehr anschaut.
Aushängen und aushändigen
Machen Sie beides. Aushängen hält die Regeln im Alltag präsent: an der Küchenwand, neben der Waschmaschine, im Flur. Nehmen Sie einen Platz, an dem man ohnehin steht, und hängen Sie die Sprachen nebeneinander statt hintereinander in einer Klarsichthülle. Ein Blatt, das man erst umblättern muss, wird nicht gelesen.
Aushändigen macht die Hausordnung verbindlich. Legen Sie sie dem Mietvertrag als Anlage bei und nehmen Sie im Vertrag einen Satz auf, der auf sie verweist. Unser Mietvertrags-Generator hat dafür ein eigenes Kästchen. Wenn der Gast den Erhalt unterschreibt, ist das der sauberste Weg; verlangt ist eine eigene Unterschrift unter der Hausordnung nicht, solange sie Bestandteil des Vertrags ist.
Geben Sie das Blatt in der Sprache mit, die der Gast spricht, zusammen mit der deutschen. Beide gehören in die Anlage, sonst fehlt der maßgebliche Text. Bei Firmenbuchungen lohnt es sich, die Hausordnung schon mit der Bestätigung an den Disponenten zu schicken: Der weiß dann vorher, worauf er seine Leute hinweisen muss, und Sie sparen sich das Gespräch an der Tür.
Ändern Sie etwas, tauschen Sie den Aushang aus und geben Sie neuen Gästen die neue Fassung. Eine Hausordnung mit einem handschriftlich durchgestrichenen Punkt sieht nicht nach einem geführten Haus aus, und für die Verbindlichkeit ist die Fassung maßgeblich, die dem Vertrag beilag.
Typische Fehler
Zu viele Regeln. Ein Blatt mit dreißig Punkten wird überflogen und dann vergessen. Zehn bis fünfzehn Punkte, die wirklich etwas ändern, wirken mehr als eine vollständige Sammlung. Nehmen Sie das heraus, was in Ihrem Haus noch nie ein Problem war.
Strafen statt Regeln. Beträge als Sanktion sind meist unwirksam (oben erklärt) und setzen außerdem den Ton für alles andere. Wer das Blatt als Drohung liest, liest den Rest nicht mehr wohlwollend.
Ruhezeiten aus dem Internet. Die verbreiteten „13 bis 15 Uhr und 22 bis 7 Uhr“ stammen aus alten Satzungen und gelten nicht überall. Schauen Sie einmal auf der Seite Ihrer Gemeinde nach und tragen Sie ein, was dort steht.
Eine Übersetzung aus dem Automaten, ungelesen. Ein Satz, der in der anderen Sprache unhöflich oder unfreiwillig komisch klingt, kostet mehr Wohlwollen als die fehlende Übersetzung. Die Fassungen hier sind je Sprache geschrieben und nicht durchgereicht; wenn Sie jemanden kennen, der die Sprache spricht, lassen Sie trotzdem einmal drüberschauen.
Das WLAN-Passwort auf dem Aushang. Bequem, aber es hängt dann an der Wand, und zwar auch für den Besuch, der gerade im Haus ist. Wenn Ihr Netz Zugriff auf Geräte im Haus erlaubt, gehört das Passwort auf ein eigenes Blatt im Zimmer und nicht in die Hausordnung.
Kein Ansprechpartner. Der häufigste Fehler und der teuerste. Wenn nachts das Wasser läuft und niemand weiß, wen er anrufen soll, wird aus einem kleinen Schaden ein großer. Die Nummer steht deshalb auf jedem Blatt neben 112 und 110.
Was dieses Werkzeug nicht kann
Es ersetzt keine Rechtsberatung. Die Regeln hier sind so gefasst, dass sie in einer normalen Monteurunterkunft unproblematisch sind; ob eine bestimmte Regel in Ihrem Haus und Ihrem Vertrag trägt, ist eine Frage des Einzelfalls.
Es kennt Ihre Gemeinde nicht. Ruhezeiten, Abfalltrennung und Abholtage stehen in kommunalen Satzungen, und die gibt es über zehntausendmal. Der Generator trägt ein, was Sie eintragen, und behauptet nichts darüber, was bei Ihnen gilt.
Es übersetzt Ihre Freitexte nicht. Der Name der Unterkunft, die Anschrift, der Parkplatzhinweis und der Netzname bleiben in jeder Sprachfassung so stehen, wie Sie sie geschrieben haben. Das ist Absicht: Eine Straße hat in Warschau denselben Namen wie in Wolfsburg. Wenn Ihr Parkplatzhinweis eine Wegbeschreibung ist, schreiben Sie ihn kurz und in einfachen Worten.
Es speichert nichts. Ihre Eingaben bleiben in diesem Browser; beim Klick auf den Download gehen sie einmal an unseren Server, der daraus das PDF baut und danach nichts behält. Kein Konto, keine Datenbank, keine E-Mail-Adresse.
Quellen und Fundstellen (6)
- § 535 BGB, Inhalt und Hauptpflichten des Mietvertrags (abgerufen am 07.09.2026)
- § 307 BGB, Inhaltskontrolle allgemeiner Geschäftsbedingungen (abgerufen am 07.09.2026)
- § 541 BGB, Unterlassungsklage bei vertragswidrigem Gebrauch (abgerufen am 07.09.2026)
- § 569 BGB, Außerordentliche fristlose Kündigung aus wichtigem Grund, Absatz 2 zum Hausfrieden (abgerufen am 07.09.2026)
- § 117 OWiG, Unzulässiger Lärm (abgerufen am 07.09.2026)
- § 3 Landes-Immissionsschutzgesetz Berlin, Schutz der Nacht-, Sonn- und Feiertagsruhe von 22 bis 6 Uhr, hier als Beispiel für Landesrecht (abgerufen am 07.09.2026)